Aurélie Gourmet copyright Jonas Radtke - www.lieschen-heiratet.de
„La grand Amour“ fand sie vor einer Käse-Platte in Berlin – da war Aurélie 22 Jahre alt und absolvierte gerade ihr BWL-Studium in Paris und Köln. Neun Jahre später und nach Stationen in Köln, Düsseldorf und Aachen lebt die charmante Französin nun mit ihrer Familie in Hamburg. Ein Glück! Denn so kommt man nicht nur bei der „Marktzeit“ in den Genuss von den leckersten Macarons in ganz Norddeutschland sondern kann auch für Hochzeiten und andere Feiern wunderbare französische Köstlichkeiten bestellen.
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„Mit Aurélie Gourmet stelle ich französische Spezialitäten im Fingerfood-Format her, am liebsten süße Köstlichkeiten wie die Macarons, Eclairs et Choux à la crème, Pièces montées (Hochzeitstorten) et les Fondants au chocolat, die ich für Events oder als Geschenk liefere. Bei Veranstaltungen kümmere ich mich um die Installation des Buffets à la francaise“, erklärt Aurélie ihr süßes Geschäft.
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Ihre Geschichte liest sich auch richtig süß:

„Die kurze Version? Einmal Pariserin, immer Pariserin. Nach paar Jahren in Deutschland, habe ich große Sehnsucht nach guten französischen Pâtisseries bekommen“, erzählt Aurélie. „Die lange Version? Ich war schwanger und hatte tierische Lust nach guten Macarons. Ich konnte in Köln keine gute Macarons finden. Ein Back-Kurs, an dem ich teilnehmen wollte, wurde gecancelt. Mann, war ich frustriert! Ein paar Monate danach habe ich mit meinem Mann eine Kaffee-Veranstaltung für fünfzig Gäste organisiert und zehn verschiedene selbstgemachte Kuchen serviert. Die Gäste staunten sowas in Köln zu finden und so ist die Geschäftsidee peu à peu entstanden. Ich habe mich dann entschieden, bei Lenôtre und Ducasse, in dem Pâtisserie-Mekka in Paris richtig backen zu lernen.“

 

Nach der Geburt ihres ersten Kindes kooperierte Aurélie mit einem Kölner Café und ihre Macarons, Fondant au chocolat und Tarte au chocolat wurden schnell zum Hit. Kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes zog die Familie nach Hamburg und Aurélie sammelte erste Kontakte zur Gastronomie. Und wie kamen die Hamburger auf den Geschmack?

 

„Am Valentinstag wollte ich auf dem Isemarkt den Hamburgern die Chance geben, ihren Allerliebsten neben Blumen auch Macarons schenken zu können. Mir war es wichtig, direktes Feedback der Kunden zu bekommen. Das klappte dank einer Kooperation mit meiner Blumenfrau Anna Barnstorf – und das Feedback war positiv! Danach habe ich mich dann entschieden – als ich Marie Biermann kennenlernte – bei der Marktzeit in der Fabrik in Altona mit einem Stand vertreten zu sein. Daneben gab es noch viele wichtige Begegnungen und hoffentlich kommen noch weitere glückliche hinzu!“
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Aurélie begeistert gerne mit ihren französischen Speisen: sowohl geschmacklich als auch optisch. Auf Wunsch von Kunden nahm sie dann auch gerne französische Madeleines oder eine klassische französische Hochzeitstorte in ihr Sortiment auf. „Und mir ist es wichtig, dass meine Kinder  authentische selbstgemachte französische Kuchen genießen können.“

 

Wer Aurélie schon einmal „live“ erleben durfte, findet die Französin sofort sympathisch. Und besonders sympathisch finde ich, dass wir hier auch ein bisschen über Aurélies eigene Hochzeit erfahren dürfen! Und hey, diese Frau hat gleich vier Feste organisiert!

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„Unsere Hochzeit war fantastisch. Wir haben vier verschiedene Feste organisiert: Die zwei ersten natürlich in meiner Heimatstadt in Paris und die zwei anderen in Berlin, wo wir uns kennen gelernt hatten. An einem sehr schönen Wochenende im Oktober in Paris war die standesamtliche Trauung im Rathaus, wo bereits meine Eltern geheiratet hatten. Am Tag danach haben wir alle meine Cousins, Cousinen und Freunde in mein Elternhaus eingeladen“, erinnert sich Aurélie.

 

„Ein halbes Jahr später hoch über dem Kudamm feierten wir unsere dritte Party, den Polterabend. Das eigentliche Hochzeitsfest fand im schönen Opernpalais unter den Linden statt. Es war uns wichtig mit allen, die uns wichtig sind, unser Glück zu feiern. Bei jedem Fest war das Dessert-Buffet grandios: in Paris war das selbstverständlich (I’m so snob!), aber in Berlin sind wir richtig positiv überrascht worden. Das Operncafé bietet nämlich sehr leckere Kuchen an. Als Hochzeitstorte haben wir uns für einen meiner Lieblingskuchen entschieden: die Zitronentorte mit Baiser. Die war lecker und vor allem haben wir viele Gäste mit Baiser beschmiert…“

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Was war Dein schönster Hochzeitsmoment?

„Schwierige Frage…  Alles, wirklich alles war genial: die Zeit mit meinem Mann bei der Organisation, die tolle Stimmung bei der Hochzeit, die Locations in Paris und in Berlin, das Essen, das bombastische Wetter, das Team (Fotografen, Kameramann, Friseur, Band, Koordinator…), meine verschiedenen weißen Kleider, die Reden unseren Väter, die Lieder und die Sketche unserer Cousins und Freunde, die Liebe, das Tanzen ohne Ende, die Begeisterung meiner französischen Familie und Freunde für Berlin.“

 

Dein Tipp für alle zukünftigen Bräute?

„Es war aufwändig, unsere Hochzeit zu organisieren. Alles haben wir aus der Ferne gemacht. Damals wohnten wir in Düsseldorf und haben mit kurzen Trips, Telefonaten und E-Mails alles arrangiert. Mir ging es darum, dass die Gäste viel Spaß haben würden. Dafür und besonders für Berlin, wohin meine Verwandten und Freunden zum ersten Mal kamen, haben wir ein richtiges Heft über Berlin vorbereitet. Es war schön, mit meinem Mann alles zu organisieren. Wir sind ein sehr gutes Team gewesen. Und wir haben uns von einem Veranstalter in Berlin für die Koordination unterstützten lassen.

 

Mein Tipp ist: gut vorzuplanen, sodass man als Brautpaar das Fest und die Gäste genießen kann. Ich war sehr entspannt und habe mich sehr amüsiert. Irgendwann kam sogar mein Mann mit der Nachricht, wegen des frühen Tanzens seien wir mit dem Hauptgang drei Stunden im Verzug. Es war mir sowas von egal. Die Stimmung war toll. Niemand hat es bemerkt oder zumindest nicht gerügt.“

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Und ein süßer Tipp?

„Beim Thema ’süß‘: am Vorabend des großen Hochzeitsfestes habe ich mit Freundinnen und Cousinen Hochzeitsmandeln in hübsche Tütchen verpackt. Das Etikett glich im Schriftbild der Einladung. Es ist eine typische französische Aufmerksamkeit für die Gäste, die auf den Tischen ausliegt.“

 

Liebe Aurélie, vielen Dank für die zuckersüßen Antworten! Und viel Erfolg für Aurélie Gourmet!

 

Liebe Grüße vom Lieschen

 

 

Bilder: www.aureliegourmet.de, Jonas Radtke.

 

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