Ideen für den Junggesellinnenabschied

JGA

Hier verraten euch die „Braut-Rundruf“-Bräute ihre Erfahrungen und Wünsche zum Thema JGA. Also, liebe Trauzeuginnen, hier kommen ganz ganz wunderbare Ideen „zum Klauen“ oder sagen wir lieber: abschauen? Also, ihr wisst bescheid, lasst euch inspirieren, was das Zeug hält!

JGA

Von den frisch verlobten Bräuten wünschen sich viele, einen „ganz entspannten Tag mit den liebsten Mädels“ und „Das alle gut drauf sind und man gemeinsam was schönes unternimmt.“ Es steht also gar nicht im Vordergrund, dass man etwas ganz besonders aufregendes oder besonderes unternimmt – das gemeinsame Erlebnis und die gemeinsam verbrachte Zeit stehen im Mittelpunkt. Denn wann bekommt man eigentlich mal alle liebsten Mädels aus allen Himmelsrichtungen wieder für einen ganzen Tag zusammen?

Wer Überraschungen liebt, freut sich auf den kleinen „Überfall“ der besten Freundinnen – bei Bräuten, die aufgrund von Schichtplänen oder anderen familiären Verpflichtungen konkret planen müssen, kommen kleine Überraschungsbriefe besonders gut an. Startet doch einfach einen kleinen JGA-Countdown in Brief-Form: 1. Info mit dem konkreten Datum, 2. eine „Packliste“ und 3. weitere lustige Hinweise, die Laune auf den JGA bereiten.

Ganz klarer Tenor: „Keine peinlichen Sachen. Keine Verkleidung. Kein Bauchladen.“ Lustige kleine Aufgaben wie Selfies oder Aktionen sind hingegen völlig okay. Und statt bedruckter, auffälliger JGA-T-Shirts bevorzugen Bräute und Freundinnen aktuell lieber schöne Buttons. Diskret und als Zeichen der Zusammengehörigkeit genug. Aber hey, ihr wolltet schon immer alle Krönchen tragen und Stretchlimo fahren? Na, dann lasst es krachen!

Aktionen für den Junggesellinnenabschied

Viele Trauzeuginnen und Freundinnen überraschten ihre Bräute dann zum Start in den JGA-Tag mit einem Picknick – in den eigenen vier Wänden, bei einer Freundin, in einem Café oder im Park. Eine schöne Idee, die gleichzeitig ganz persönlich ist und die JGA-Kasse schont: Jeder bringt einfach etwas selbstzubereitetes zum Essen mit.

Danach folgen zumeist ein bis zwei Aktionen mit hohem Spaßfaktor – alles, was die Braut begeistert und den Mädels Freude bereitet. Beliebte Ideen sind u.a. Ausflüge in eine andere Stadt oder ans Meer, Stadtspaziergänge oder -führungen, Bootsfahrten oder Tretbootausflüge, Workshops rund um Cupcakes und Blumenkränze, gemeinsam zu kochen, Schokolade zuzubereiten oder einen Cocktailkurs zu belegen, Schmuck für die Hochzeit zu designen oder Porzellan zu bemalen. Auch sehr beliebt: Stylings und Fotoshootings für die Braut und JGA-Crew.

Besonders aktuell: Live Escape Games und Meerjungfrauen-Kurse. Ich werfe hier gern auch noch mal die gute, alte Pyjama-Party wie aus Teeniezeiten in den Ring. Aber auch ein Popcorn-Kino-Ausflug kann die perfekte Idee für einen JGA sein, wenn die Braut Filme und Kinoflair liebt. Spaßbäder, Kletterparks, Safariparks, Barfußparks, Disneyland? Geht alles! Ausflüge in die gemeinsame Vergangenheit sind immer eine schöne Sache. Richtig in Schale schmeißen, die beste Cocktailbar der Stadt erobern und dann im Club gepflegt dancen gehen? Sicher!

Und ich hörte in der Gruppe auch von Bullenreiten (also natürlich nicht auf echten…), Treckerfahrten, Raftingtouren, Grillparties, Weinproben, Tapastastings – und Wandern mit Lamas! DIY-Basteltage gehen auch, Paintball, Lasertag, Crossgolf, Segeln gehen. Übernachten auf dem Ponyhof? Klettern. Ein Museum, Ausstellung oder ein Konzert besuchen. Poledance, Burlesque, steppen, äh, strippen? Jede, wie sie mag!

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Budget für den JGA

Eine kurze Anmerkung noch zu den Ideen: Solche Aktionen kosten mitunter viel Geld, mit Anreise und Hotelkosten sowie Essen und Getränken landet man oft locker über 100 Euro. Verreist man noch in eine andere Stadt oder ein anderes Land, fliegt oder übernachtet mehrere Tage, kommt das JGA-Budget einem Mini-Urlaub gleich. Nicht immer sind alle Damen bereit, so viel zu investieren.

Ist es der einzige oder vielleicht auch absehbar letzte JGA in einer Mädelsrunde, lässt man sich diesen sicherlich gern mehr kosten als den dritten von fünf in einem Sommer. Sind Azubis, Studentinnen, Jobanfänger dabei oder Mamas in Elternzeit oder frisch gebackene Häuslebauer? Kommt jemand gerade von einer kostenintensiven Weltreise zurück? Dann sollte man gleich zu Anfang besser statt über Aktion lieber über das Budget sprechen. Und auch an die Teilnehmerinnen: Bitte keine flasche Scheu! Lieber gleich zu Anfang mit offenen Karten spielen und ganz klar die eigene Budgetgrenze kommunizieren. Das spart der Trauzeugin eine umfangreiche Suche und unverhoffte Planungsänderungen.

Bei einem kleinen Budget braucht ihr aber auch nicht verzweifeln, hier zählt ein kreativer Kopf! Sucht gezielt nach Aktionen, die ihr entweder selbst gestalten könnt – Schnitzeljagd, Quizfragen – oder die kostenlos angeboten werden – wie einige Stadttouren. Vielleicht muss es bei eurem Städtetrip auch nicht die kostenintensive Bus-Touri-Tour sein, sondern ihr schwingt euch auf das kostenlose City-Bike. Die Braut wünscht sich unbedingt Wellness, ihr zahlt aber bereits alle zwei Nächte im Strandhotel? Dann gönnt ihr ein Treatment, während ihr es euch mit einem Gläschen Sekt gemütlich macht.

Die Nervensäge

Und dann wäre da noch ein Haken. Es gibt sie leider sehr oft: die Nervensäge unter den Freundinnen, die alle Ideen torpediert und die Organisatorin schlichtweg nervt. Selten sind Freundeskreise so homogen, harmonisch und einer Meinung, dass sich der JGA quasi von selbst organisiert. Die Trauzeugin trägt am Ende meistens den größten Teil der Organisation und muss alle Meinungen unter einen Hut bringen.

Was hilft: Besprecht euch zuerst in einer kleineren Runde. Legt bereits erste Eckpunkte fest und weiht dann die größere Runde ein. So diskutiert ihr Ideen nicht tot, habt ein klares Budget und wem dies nicht gefällt, der kann im Zweifel einfach absagen. Besonders schlimme Exemplare der Nervensäge, also die Damen, die nie eigene Ideen einbringen, dafür alle anderen doof finden, und entweder nur Kiez oder Kitzbühel vorschlagen, nun ja – auch wenn es hart ist, haut im Zweifel einmal mit der Faust auf den Tisch. Im Ernstfall seht ihr die Person nur noch einmal auf der Hochzeit und danach nie wieder…

Bilder für die Braut

Nie war es so einfach, den kompletten JGA zu dokumentieren! Sprecht euch doch vorher ab, dass alle Bilder machen, sammelt diese und schenkt der Braut zum Hochzeitstag ein schönes Erinnerungsalbum. Ihr habt eine Polaroidkamera? Nehmt diese doch einfach mit und gebt der Braut am Ende der Nacht eine kleine Box mit Erinnerungen mit. Eure Braut musste lustige Selfie-Aufgaben lösen? Vielleicht finden sich diese Bilder ja am Hochzeitstag am Spiegel der Damentoilette wieder… hihi.

Viel Spaß bei der Planung wünsche ich euch!

Liebe Grüße vom Lieschen

 

PS: Falls ihr euch gerade fragt, woher die kleinen Buttons sind: den „Braut“-Button habe ich dank meiner Heißklebepistole mit Bändern aufgehübscht, in eine mit Konfetti gefüllte Box gesteckt, Gold-Tattoo und Mini-Umschlag dazu, die „Packliste“ kam in eine große Umschlagsbox, Taschentücher für den Notfall waren auch mit dabei – auf ging’s zur Braut! Mehr verrate ich euch in der heutigen Instagram Story!

 

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Das fleißige "Lieschen" heißt im echten Leben Susanne Rademacher - hallo! 2012 startete ich einen der ersten deutschen Hochzeitsblogs, der mittlerweile zu den beliebtesten in Deutschland zählt. Seit meiner eigenen Hochzeit dreht sich hier aktuell alles um urbane Hochzeiten für moderne Bräute. Neben meinem Blog-Projekt arbeitete ich als Autorin sowie als Business Coach für Selbständige, Kreative und Hochzeitsdienstleister (www.hochzeitsgesellschaft.org). Mit meinem Mann und kleinem Sohn lebe ich im Süden von Hamburg. Und wenn ich mal nicht in die Tasten haue, stecke ich meine Nase gerne in ein gutes Buch, turne auf meiner Yogamatte oder tuckere mit unserem orangefarbenen VW-Bulli durch die Gegend.

Comment (1)

  1. Hallo Lieschen,

    ein wirklich toller Beitrag für alle Trauzeuginnen und Freundinnen die auf der Suche nach schönen Ideen für den JGA sind :) Leider bin ich erst jetzt darauf gestoßen, obwohl es deine Tipps schon so lange hier zu lesen gibt. Ich dachte mir aber, ich kann hier trotzdem noch etwas von meinen Erfahrungen einbringen:

    Wir haben beim JGA meiner Freundin ebenfalls eines dieser Escape Games gemacht und ich muss sagen, das war mega lustig. Ich denke besonders gut ist ein solches Spiel für eine Gruppe geeignet, in der sich nicht alle Mädels kennen. Für alle anderen kann ich nur sagen: das macht richtig Spaß. Im Anschluss daran gab es einen thailändischen Kochkurs, bei Kreativkochen. Da muss man mal vorbeigeschaut haben, die Auswahl der Kursrichtungen ist wirklich riesig, siehe hier: http://www.kreativkochen.de/kochkurse/kurse-im-ueberblick

    Zum Abschluss ging es abends dann doch noch traditionell zu, mit einer schönen Tour durch die Stadt und man glaube es kaum, das alles ganz ohne sich mit peinlichen Outfits und niveaulosen Spielen zum Affen zu machen. Es war wirklich ein gelungener letzter Tag „in Freiheit“ :D

    Danke nochmal für deinen schönen Input und viele Grüße,
    Sue

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