marryMAG Kolumne #6: Gib mir ein P!

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Wie man eine Traumhochzeit mit begrenztem Budget realisiert

 

Das A und O der Hochzeitsplanung sind in Wirklichkeit ein B und P. Ja, genau! Denn mit diesen Buchstaben beginnen zwei magische Worte, die das Leben der Braut erleichtern und die Hochzeit vor allem planungssicher machen: B wie „Budget“ und P wie „Puffer“.

 

Gerade am Anfang solltet ihr euch als Braut und Bräutigam gemeinsam überlegen, wie viel Budget für eure Hochzeit zur Verfügung steht. Und Budget, das heißt nichts anderes als Kohle. Moneten. Zaster. Schotter. Asche. Piepen. Denn bei Hochzeiten ist ohne Moos nix los – gute Qualität und die professionelle Arbeit von Dienstleistern haben einfach ihren gerechtfertigten Preis. Fragt euch, wie viel Geld ihr persönlich ausgeben wollt.

 

Ein begrenztes Budget heißt jedoch nicht, dass ihr auf alle schönen Dinge verzichten müsst. Nein! Ein Budget erinnert euch im Laufe der Hochzeitsplanung daran, auf dem Boden zu bleiben – da gibt es ja so viele Ideen und Inspirationen! Ein Budget hilft euch immer zu hinterfragen, ob ihr die umfangreichen Angebote wirklich braucht. Um genau die Punkte und Produkte auszuwählen, die für euren Tag richtig und wichtig sind. Im englischsprachigen Raum steht der Begriff „wedding on a budget“ daher auch für zahlreiche Spartipps, um das selbst gesetzte Budget nicht überzustrapazieren.

 

Klar, gerade wenn man frisch in die große weite Hochzeitswelt eintaucht, fällt man von einer Ohnmacht in die andere. Da reichen Essens- und Getränkepauschalen für einen Kleinwagen, die Dekoration kostet so viel wie die Designerpumps und das Kleid könnte auch die nächste Fernreise ersetzen. Und überhaupt – die Hochzeitsreise! Wer kann sich das eigentlich bei den anderen Positionen direkt nach der Hochzeit noch leisten?! Da klingelt die Kasse und eure Excel-Tabelle glüht. Denn eine Gesamtübersicht über alle Kosten empfiehlt sich bei der Hochzeitsplanung von Anfang an.

 

Und nun zum Puffer! Der perfekte Schutz zwischen heranbrausender Rechnungslok und eurem Konto. Denn ein Puffer im Budget sorgt dafür, dass euch unvorhergesehene Posten nicht ins Minus treiben. Dass es so wunderschöne neue Faltrossetten in euren Hochzeitsfarben geben würde, konntet ihr vorher doch nicht wissen, liebe Bräute. Oder dass das Traumkleid 200 Euro mehr kosten würde. Da bin ich ganz bei euch! Zieht also am Anfang vom zur Verfügung stehenden Gesamtbudget euren Puffer ab, um zu eurem Hochzeitsbudget zu gelangen – fertig!

 

Noch besser wird’s bei einem begrenzten Budget natürlich mit den Geschenken – schreibt gleich mit auf eure Einladung, dass ihr euch Geld für die Hochzeitskasse wünscht. So refinanziert sich ein Teil der Kosten oder ihr habt das Geld für die Flitterwochen zusammen. Aber Vorsicht: Die Summe der Geldgeschenke kann je nach Verwandtschaftsgrad und Enge der Freundschaft sehr unterschiedlich ausfallen, seht Geldgeschenke immer als Zusatz, nie als Bestandteil eurer Budgetplanung an.

 

Und dann plant ihr los und eure Traumhochzeit à la Pinterest landet bei einem Gesamtwert von über 30.000 Euro – Schreck! Ihr könnt und wollt aber weniger als die Hälfte ausgeben? Dann besinnt euch auf euer ganz individuelles Konzept und die drei Punkte, die euch beiden am wichtigsten sind. Papeterie, Fotograf und DJ? Oder Location, Essen und Dekoration? Vielleicht sind es aber auch Brautkleid, Anzug und Hochzeitstorte? Investiert hauptsächlich in diese Bereiche und spart bei allem anderen.

 

Apropos sparen: Im kleinen Kreis zu feiern, kann eine gute Alternative für eure persönliche Traumhochzeit sein. Denn durch eine geringere Anzahl eurer Gäste verringert sich automatisch das Budget für Essen und Getränke sowie für Dekoration und Gastgeschenke. Und eine richtige Trauhochzeit, die ergibt sich nicht durch 100 Personen, sondern die entsteht durch ganz viel Gefühl, Freude, Liebe und Lachen an eurem Tag!

 

Liebe Grüße vom Lieschen

 

PS: Dieses Kolümchen ist in marryMAG Ausgabe Nr. 6 erschienen. Gefällt’s? Dann – hophop – schnell zum Kiosk mit euch, denn heute erscheint die funkelnagelneue Nr. 7! Heißer Tipp: die hotten Typen auf Seite 14, hihi…

 

Seit meiner eigenen Hochzeit dreht sich auf Lieschen-heiratet.de alles um die Hochzeitsplanung, Tipps und Hilfe für moderne Bräute. Daneben arbeitete ich als freie Autorin und Texterin sowie als Business Coach für Hochzeitsdienstleister (www.hochzeitsgesellschaft.org). Mit meinem Mann und kleinem Sohn lebe ich im Süden von Hamburg. Und wenn ich mal nicht in die Tasten haue, stecke ich meine Nase gerne in ein gutes Buch, turne auf meiner Yogamatte oder tuckere mit unserem orangefarbenen VW-Bulli durch die Gegend.

Comment (1)

  1. Gestern gleich geschnappt,
    heute wird Sie auf der heimfahrt im Zug gelesen ;)
    Liebe Grüße
    Mary

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