„Worauf sollte man achten? Darf man einfach so in ein Geschäft? Braucht man einen Termin? Welche Schnitte gibt es? Welchen BH brauch ich für die Anprobe?“, fragen sich Bräute vor ihrem ersten Anprobetermin im Brautmodesalon und Bridal Concept Store. Und überhaupt: Warum gibt es eine Beratungsgebühr, wenn man ein Brautkleid kaufen will? Und wie ist das überhaupt mit den Kollektionen und Terminen?

 

Die 8 wichtigsten Tipps für die Brautkleidsuche

1 – Informiert euch vorher:

Blättert in Hochzeitsmagazinen, surft auf Hochzeitsblogs und durchsucht Pinterest – so findest Du heraus, welche Modelle und Labels für Dich und Deinen Vorstellungen in Frage kommen. Keine Sorge, Du brauchst Dir nicht das Wissen einer Schneidermeisterin anzulesen – eine gute Beraterin wird Dich verstehen, ganz bestimmt!

Kleine Brautmodenkunde im Schnellkurs: Unter einer „Kollektion“ versteht man die neuen Modelle einer Marke, die in der kommenden Saison zur Auswahl stehen. Die meisten Brautmodengeschäfte veranstalten einen „Sale“, kurz bevor die neuen Kollektionen eintreffen.

Meistens sind ab Oktober/November die neuen Kollektionen in den Läden zu finden. Bitte beachte, dass es sich dabei zumeist um Probierkleider handelt – Dein Kleid wird nach dem Kauf für Dich bestellt und nach der Anfertigung ausgeliefert. Die Lieferzeit kann dabei mehrere Monate umfassen, also gern mit ein bisschen Vorlauf rechnen.

2 – Finde heraus, wo Du Dein Traumkleid anprobieren kannst:

Auf den Webseiten der Brautmoden-Labels findest Du unter Stichworten wie „Händler“ oder „Stores“ eigentlich immer einen Hinweis, in welchen Brautmodensalons die Kollektionen verkauft werden. Auf den Webseiten der Brautmodensalons erfährst Du dann alles weitere, ansonsten einfach durchklingeln – zum Beispiel um zu erfahren, in welchen Größen die Brautkleider anprobiert werden können.

3 – Mache einen Termin aus:

In einigen Geschäften besteht die Möglichkeit erst einmal „zu schauen“, meistens ist es aber üblich direkt einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren. Eine zeitgemäße Beratung umfasst dabei einen mehrstündigen Termin, in dem eine Beraterin mit der Braut individuell Vorlieben und Wünsche abstimmt und danach passende Kleider zur Anprobe anbietet.

Vermehrt wird dabei auch eine Beratungspauschale verlangt, die bei einem späteren Kauf verrechnet wird. Warum das so ist? Ganz einfach: Eine Beraterin erbringt während der Beratung eine Dienstleistung für euch – solltet ihr bei Besuch mehrerer Geschäfte jedoch nicht bei ihr kaufen, entstehen Kosten, die mit der Beratungspauschale gedeckt sind. Eigentlich ziemlich fair, finde ich.

 

4 – Veranstalte keinen Anprobemarathon:

Am Liebsten würdest Du mindestens hundert Kleider anprobieren, um ganz sicher zu gehen, dass Du Dein Traumkleid findest? Hui, läufst Du gerne Marathon? Das würde sich nämlich ähnlich anfühlen! Schon zwei Brautmodengeschäfte an einem Tag zu besuchen, kann ganz schön schlauchen. So viele Eindrücke, so viel Inspiration! Lass einen Termin lieber ganz in Ruhe wirken, schlaf einmal drüber. Und wenn Du in „Deinem Kleid“ steckst, dann weißt Du es sofort. Hach… Taschentuch für Mami nicht vergessen!

 

5 – Bringe nicht zu viele Leute mit:

Mama, Schwiegermutter-in-spe, Schwester, beste Freundin und liebste Arbeitskollegin sind mit von der Partie – und haben alle eine andere Meinung. Der Klassiker! Im schlimmsten Fall kann sich die Braut vor lauter Ratschlägen gar nicht entscheiden und rennt von einem Geschäft ins nächste. Reduziere Deine Begleitung lieber auf zwei bis drei Personen, die Dich wirklich richtig gut kennen. Und zur Abholung kannst Du für alle Mädels in Dein Brautkleid schlüpfen und danach ordentlich anstoßen.

6 – Ziehe Dich bitte richtig an:

Es muss nicht der Jogger sein, aber ein Outfit zum schnell und einfach rausschlüpfen ist schon praktisch.

Und pssssst, denke an die Ünnerbüchs und den Büstenhalter – optimal trägst Du Unterwäsche in einem hautneutralen Ton wie Creme oder Nude, die keine Spitze oder auftragende Nähte aufweist. Ansonsten sieht man durch den zarten Stoff des weißen Brautkleides nämlich ziemlich viel durch – huch!

Vor Ort gibt es oft Brautschuhe zum Anprobieren, falls Du aber eine besonders kleine oder große Größe trägst, schon genau weißt, welche Absatzhöhe Du möchtest oder sogar schon die Brautschuhe gekauft hast – dann bring die Schuhe auch gleich mit.

Worüber sich Beraterinnen auch immer freuen: Nicht allzu viel Make-up (dann gibt’s auch keine Unfälle beim Anprobieren) und kein aggressives Deo mit Alkohol (die Stoffe sind edel, aber auch recht empfindlich).

7 – Vertraue Deiner Beraterin:

Du bist in den besten Händen, ehrlich! Mit geübtem Blick und Fachexpertise wird Dich die Beraterin bei der Anprobe begleiten. Du hast dieses eine Kleid mit keinem Blick gewürdigt und dann reicht sie es herein und – bäääm, Volltreffer! Genau das meine ich.

 

8 – Vertraue Dir:

Keine Sorge, lass Dich von den Anderen nicht verunsichern. Dein Brautkleid zu finden, das wird ein unvergesslicher Moment! Freu Dich einfach drauf. Und wenn Du vor lauter Emotionen ein kleines Tränchen vergießen muss, ist das völlig okay. Egal, ob Du Größe 36 oder 46 trägst: Du wirst einfach wahnsinnig gut aussehen – denn Du bist die Braut!

 

Ihr habt auch gute Tipps und Ratschläge? Ich hab bestimmt was vergessen, also immer gerne her mit euren Kommentaren.

Und liebe Bräute: ganz viel Spaß beim Brautkleidkauf wünsche ich euch!

+++ Dieser Artikel erhält regelmäßig Updates. +++

Hier gezeigte Brautkleider:

Brautkleider: Sandra Nymphius
Foto: Larissa Jooß
Haare und Make-up: Nadine Hoffmann
Floral Design: Fioritura
Schmuck: Juvelan
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